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Elm: Buchenwald
Langeleben: Jagdschloss Bild

Der Elm, der eine Waldfläche von über 8000 Hektar mißt und eine Höhe von 323 Metern erreicht, wurde vor Millionen Jahren aus Schichten des Muschelkalks aufgebaut. Er ist reich an Versteinerungen (Muscheln,  Seelilien usw.).

Der Mensch hat schon in frühgeschichtlicher Zeit im Elm gelebt. Das beweisen Funde aus der mittleren Steinzeit, die das Braunschweigische Landesmuseum verwahrt: das jungsteinzeitliche Kammergrab oberhalb von Evessen, zahlreiche bronzezeitliche Hügelgräber und vor allem die vorgeschichtlichen Ringwälle am Rande des Reitlingtales (Krimmelburg, Brunkelburg und Wurtgarten) sowie die Elmsburg bei Schöningen. Im Mittelalter standen zahlreiche Ritterburgen im Elm, so die Höhenburg Warberg, die in den 1960er Jahren ausgegraben wurde; die Elmsburg, die zeitweise im Besitz des Deutschritterordens war; die Burg Langeleben, die im 30jährigen Krieg zerstört wurde; eine Befestigungsanlage des Deutschritterordens am großen Teich im Reitlingstal, von der aber keine Überreste mehr vorhanden sind. Auch mehrere Dörfer lagen damals im Elm: Groß Rode und  Brunsleben, woran heute die Förstereien Groß Rode und Brunsleberfeld erinnern und Langeleben, das im Mittelalter ein richtiges Dorf war.

Der Elm diente in früheren Jahrhunderten als Lieferant des wertvollen Elmkalksteins, der häufig für Bauzwecke und für Baudenkmäler verwandt wurde. Aus Elmkalkstein wurden nicht nur die Kirchen, Burgen und Schlösser rings um den Elm errichtet, sondern er wurde auch bei vielen Bauten in Braunschweig, zum Beispiel beim Bau des Altstadtrathauses oder des Gewandhauses mitverwandt und im Jahre1404 sogar nach Bremen zur Errichtung des berühmten BremerRolands transportiert. Aus dem Elm holte man auch das notwendige Bauholz für den Fachwerkbau und trieb im Herbst das Vieh hinein, um es mit Eicheln und Bucheckern zu mästen. In guten Mastjahren waren es mehrere 1000 Stück Vieh, vor allem Mastschweine, die im Elm gefeistet wurden. Die Triftwege, die sie im Wald benutzten, beispielsweise die Evesser und Küblinger Trift, sind dort als breite Graswege zum Teil noch heute zu erkennen.

Zu allen Zeiten hat der Elm als bevorzugtes Jagdgebiet eine große Rolle gespielt. An den reichen Wildbestand erinnern noch zahlreiche  Ortsbezeichnungen, wie Bärensohl, Wolfskuhlen, Saukuhle und Herzberg (Hirschberg). Die hohe Jagd war ursprünglich Königsrecht. Im Jahre 997 verlieh aber Kaiser Otto III. den Wildbann dem Bischof von Halberstadt. Urspünglich war der Höhenzug von einem bunten Laubwald bedeckt. Darin müssen die Ulme, die dem Elm den Namen gegeben hat und die Eiche, die wegen der Mast bevorzugt wurde, eine wichtige Rolle gespielt haben. 1530 wurde die erste Forstordnung für den Elm erlassen. Seitdem wird er planmäßig bewirtschaftet. Seit dem 17./18. Jahrhundert wird die Buche stark gefördert, so daß der Elm heute als “Norddeutschlands schönster Buchenwald” gilt. Die ersten Fichten wurden 1726, die ersten Lärchen 1763 im Warberger Forst gepflanzt. Als Holzlieferant hat der Elm auch heute noch eine große Bedeutung. 8500 Hektar Wald umfasst er heute. Davon sind 50 Prozent Staats- und 50 Prozent Privatwald. Das staatliche Forstamt Elm betreut sogar 10 000 Hektar Wald, die Asse zu diesem Forstamt gehört. 32 Prozent des Elms sind als Waldschutzgebiet ausgewiesen. Als Waldstandort hat der Elm auf der Skala von l bis 6 mit einer 5 eine sehr gute Note. Erklärtes Ziel der Landesforstverwaltung ist es, den Anteil abwechslungsreicher  Laub-  und Mischwälder, den Anteil alter Bäume und Baumgruppen sowie toter Bäume, in denen viele seltene Tier und Pflanzenarten leben, zu vermehren. Dieses Ziel ist auf großen Teilen der Landesforstflächen im Elm bereits umgesetzt worden. Die Forstverwaltung möchte speziell mehr Eschen, Ahom, Kirschen und Eichen, also mehr einheimische Hölzer, im Elm anpflanzen. Nadelhölzer sollen zurückgedrängt werden. Der Elm als größtes zusammenhängendes  Buchenwaldgebiet in Norddeutschland bleibt aber erhalten; der Anteil der Buchen wird sogar leicht zunehmen. Über das vom Forstamt erarbeitete Konzept hinaus haben Fachleute des Niedersächsischen Forstplanungsamtes auch eine Biotopkartierung vorgenommen. Diese dient als Ratgeber für den Erhalt wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Hauptsächlich dient der Elm heute als Erholungs- und Wandergebiet. Seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts entstanden dort zahlreiche Waldgaststätten, wie die Reitlingsgaststätte in schönster landschaftlicher Lage, der Tetzelstein, der an die Tetzelsage erinnert, Elmhaus und Waldfrieden oberhalb von Schöningen, Lutterspring an der Lutterquelle und das Watzumer Häuschen oberhalb von Eitzum, ein ehemaliges Forsthaus. Nach dem letzten Krieg wurden einzelne Teile des Elms, wie das Reitlingstal und die Lutterquelle, unter Landschaftsschutz gestellt. Heute ist der gesamte Elm Landschaftsschutzgebiet und seit 1977 Kernstück des bis zur Wende besonders von den Berliner Feriengästen sehr geschätzten Naturparks Elm-Lappwald.                                                                 H. R.

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