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Asseburg
Asseburg

Ehe die Altenau in die Oker mündet, begleitet sie den links von ihr ausgedehnten Höhenzug der Asse (200m). Diese besteht wie der Elm aus Muschelkalk und prangt gleichfalls im Schmuck des Buchenwaldes. An den Namen knüpft sich eine Sage:

Ein armer Bauer aus der Umgegend, der die Achse (Asse) seines Wagens zerbrochen hatte, begegnete dem Herren des Landes. Dieser sagte zu ihm: "Mit der zerbrochenen Achse wirst du auch nicht mehr weit kommen". "Oh" entgegnete der Bauer, "wenn mir nur alles Land gehörte, das ich noch damit umfahren kann!" Der Herr versprach, ihm das Land zu schenken, und nunmehr umfuhr der Bauer noch den ganzen Höhenzug, den er fortan als sein Eigentum erhielt und "Asse" nannte.

Im Jahre 1218 erbaute der Ritter Gunzelin von Wolfenbüttel die Asseburg, nach der sich sein zweiter Sohn Busso Herr v.d. Asseburg nannte. Dieser geriet in Krieg mit dem Herzog Albrecht von Braunschweig und mußte ihm nach vierjähriger Belagerung 1258 die Burg abtreten. Man erzählt, die Asseburger hätten während der Belagerung ihren Pferden die Hufeisen verkehrt untergeschlagen, um die Braunschweiger zu täuschen. Wenn diese meinten, die Besatzung sei weggeritten und deshalb die Burg angriffen, so wurden sie zurückgeschlagen, und wenn sie dachten, die Asseburger wären daheim, so holten diese sich Lebensmittel aus der Nachbarschaft. Endlich verriet ein Hirt aus Wittmar dem Herzog die Schliche der Besatzung und erlangte dafür als Belohnung, daß sein Dorf keine Abgaben mehr zu zahlen brauchte. ein andermal täuschte Busso v.d. Asseburg den Herzog, indem er den letzten Ziegenbock in der Burg schlachten ließ und eine Ziegenkeule, die wie Rehbraten zubereitet war, dem Herzog übersandte, damit dieser glaubte, Busso hätte noch große Vorräte an Wild. Als nun der Herzog mit deinen Soldaten abzog, weil er meinte, er könne die Burg doch nicht erobern, warf der Koch den abziehenden Braunschweigern höhnend den Ziegenbart über die Mauer nach. Nun erkannten diese, daß sie getäuscht wurden, kehrten um und eroberten die Burg.- 

        Die Asse ist ein 8 km langer Höhenzug, der sich von Westnordwest nach Ostsüdost erstreckt. Erdgeschichtlich gehört die Asse zur Triasperiode (Mesozoikum). Buntsandstein und Muschelkalk sind die Gesteinsarten. Salz wurde bereits vor 250 bis 230 Millionen Jahren in der Zechsteinzeit aus dem Meer ausgeschieden. Die ehemals flach gelagerten Schichten wurden tektonisch vor ca. 110 Millionen Jahren zum heutigen Assesattel aufgefaltet. Durchschnittshöhe: 200m, höchste Erhebung: 234m (Remlinger Herse). Der Wald: Buchen und Mischwald  seltene Pflanzenwelt. Die Tierwelt: Rehe, Hasen, Kaninchen, Füchse, Wildschweine, kleines Haar-Raubwild, Flugwild.

          Die Asseburg wurde 1218 von Gunzelin von Wolfenbüttel (1170-1254) als Höhenburg und leicht zu verteidigender Wohnsitz erbaut. Die Fläche betrug 7200 Quadratmeter womit dies eine der größten Burgen in Norddeutschland wurde. Aber bereits der Bau brachte Schwierigkeiten. 1220 legte Papst Honorius III. Einspruch ein und verlangte sogar den Abriss. Über diesen Spruch setzte sich jedoch Gunzelin, eine machtvolle Persönlichkeit, hinweg und vollendete die Stammburg des Geschlechts Asseburg.
          Im Streit mit den Herzögen von Braunschweig wird 1255 zuerst Wolfenbüttel angegriffen und die Wasserburg zerstört. Danach wenden sich die Truppen der Asseburg zu. Gunzelins ältester Sohn Busso verteidigt sie zäh. Da aber keine Unterstützung zu erkennen ist, wird die Burg in Verhandlungen mit Herzog Albrecht im Winter 1258 für 400 Goldmark und gegen freien Abzug übergeben. Bis zum Jahre 1331 bleibt sie im herzoglichen Besitz, sie bildet dessen Verwaltungsmittelpunkt und Landsitz. Finanzielle Schwierigkeiten des Herzogtums führen dazu, dass die Burg ab 1331 in den Pfandbesitz der Stadt Braunschweig übergeht. In den Zeiten von 1371 bis 1374 und 1381 bis 1392 erfolgt eine Unterpfändung, wodurch sie von 1382 bis 1384 wieder unter die Verwaltung der Asseburger gelangt.
          Von 1392 bis 1406 wird sie erneut vom Herzogtum übernommen. Nach einem Streit gerät der Herzog in Gefangenschaft und kommt nur gegen ein Lösegeld frei, das die Stadt Braunschweig zahlt. Braunschweig erhält dadurch 1406 den Pfandbesitz. Im Jahre 1492 fordern die Welfen nach einer Erbteilung alle Hohheitsrechte und Besitzungen zurück. Doch der Rat der Stadt weigert sich. Mit einem großen Heer rückt der Herzog August dann 1492 zum Sturm auf die sich widersetzende Stadt. Auch die Besatzung der Asseburg wird nach Braunschweig gebracht. Nur einige Männer bleiben zurück und legen am 12. August 1492 Feuer. Die stolze Festung, die nie erobert wurde, brennt drei Tage lang, bevor sie in Schutt und Asche versinkt.
          Seit 500 Jahren ist die Asseburg eine Ruine. Regen, Schnee und Eis zerstören seitdem ihr Mauerwerk. Aber auch die Bewohner der Assedörfer haben viele Steine von der ehemals großen Wehranlage zum Bau oder zur Ausbesserung ihrer Häuser geholt. Ein Ereignis rückte sie für kurze Zeit nochmals in den Blickpunkt: Eine Hochzeitsgesellschaft unternahm am 14. Juni 1733 einen Nachmittagsausflug in den Assewald um an der Burgruine Picknick zu halten. Es handelte sich um die Vermählung der Prinzessin Elisabeth Christine vom
Schloss Salzdahlum mit dem Kronprinzen Friedrich von Preußen (dem späteren “Alten Fritz).
          Die 1892 gegründete Assegesellschaft  ist bemüht, die Bedeutung dieser umfangreichen Befestigungsanlage zu erforschen. Von ihr werden auch alle Sicherungs- und Renovierungsarbeiten durchgeführt.    
Friedrich Boddes Kleine Braunschweigische Landeskunde, 1907

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